Zehn Gründe fürs Tauchen am Great Barrier Reef

Das Great Barrier Reef zählt zu den am besten geschützten Riffen der Welt – Cairns gilt als einer der besten Ausgangspunkte, das Natur- und Weltwunder zu erkunden

Mit mehr als 2.300 Kilometern entlang der Küste Queenslands ist das Great Barrier Reef eine Welt für sich. Mehr als 2.900 einzelne Riffe prägen dieses einzigartige Ökosystem und machen seine Vielfalt erlebbar: farbenprächtige Korallengärten, dramatische Steilwände, unzählige einsame Koralleninseln und die Begegnung mit besonderen Kreaturen wie Rochen und Walen gehören ebenso dazu wie mehrtägige Expeditionen, bei denen das Riff selbst zum Zuhause auf Zeit wird.

Cairns: Die Tropenmetropole als Tor zum Riff
Cairns zählt zu den weltweit renommiertesten Ausgangspunkten für Erlebnisse am Great Barrier Reef. Pro Dive Cairns, ein PADI 5 Star Dive Centre, das bereits seit 1983 besteht, bietet mehrtägige Liveaboard-Expeditionen zu den Außenriffen an. Auf dem Programm stehen unter anderem die Riffe Flynn, Thetford, Milln und Pellowe. Wer das Great Barrier Reef auf einer Tagestour beim Schnorcheln oder Tauchen entdecken möchte, findet auf der Website des Tourismusbüros eine gute Übersicht. Die meist ganztägigen Schnorchel- oder Tauchausflüge starten sowohl ab Cairns als auch ab Port Douglas, Cape Tribulation und Mission Beach.

Ob aus der Luft oder beim Schnorcheln – das Great Barrier Reef beeindruckt mit seiner einzigartigen Schönheit. Doch erst beim Tauchen eröffnet sich seine ganze Dimension: Unter Wasser wird man Teil dieser faszinierenden Welt, kann innehalten und eines der außergewöhnlichsten Ökosysteme unseres Planeten aus nächster Nähe erleben.

Zehn Gründe, warum ein Tauchgang am Great Barrier Reef unbedingt auf die Bucket List bei der Planung eines Australien-Urlaubs gehört:

1. Weil das Great Barrier Reef viele Gesichter hat
Mit über 2.900 Einzelriffen und Hunderten von Inseln gleicht das Great Barrier Reef einer ganz eigenen Unterwasserwelt. Taucher können hier in eine außergewöhnliche Vielfalt an Landschaften eintauchen: farbenprächtige Korallengärten, imposante Felsnadeln und Steilwände, natürliche Kanäle, weit vorgelagerte Riffe und faszinierende Schiffswracks. Kein Tauchgang gleicht dem anderen. Die weltweit größte Tauchausbildungsorganisation PADI listet mehr als 90 verschiedene Tauchplätze entlang des Great Barrier Reef – mit Angeboten für Einsteiger ebenso wie für erfahrene Taucher.

2. Weil man nie weiß, was als Nächstes vorbeischwimmt
Das Great Barrier Reef gehört zu den bedeutendsten Hotspots der biologischen Vielfalt weltweit und bietet Tausenden von Meeresarten einen Lebensraum. Je nachdem, wo und zu welcher Jahreszeit man taucht, begegnet man hier Meeresschildkröten – sechs der weltweit sieben Meeresschildkrötenarten sind am Great Barrier Reef zu Hause, Mantarochen, Riffhaien, Maori-Lippfischen, Kartoffelbarschen, Sepien und riesigen Schwärmen tropischer Fische. Im australischen Winter gehören auch Wale zu den Besuchern am Riff. Zwergwale halten sich im Juni und Juli in den Gewässern vor der Küste von Cairns und Port Douglas auf, Buckelwale sind zwischen Juli und September in der Region unterwegs.

3. Weil jede Jahreszeit neue Unterwassererlebnisse bereithält
Anders als viele andere Traumziele für Taucher bietet das Great Barrier Reef das ganze Jahr über ideale Bedingungen für Tauchgänge – nur das Erlebnis verändert sich mit den Jahreszeiten. Während im australischen Sommer wärmere Wassertemperaturen häufig für hervorragende Sichtverhältnisse und damit optimale Bedingungen sorgen, stehen zwischen Juni und November die Chancen für Begegnungen mit größeren Meerestieren besonders gut, so zum Beispiel mit Zwerg- und Buckelwalen sowie Mantarochen.

Ein außergewöhnliches Naturschauspiel erwartet Besucher zwischen Oktober und Dezember jeweils rund um den Vollmond: Bei der häufig als „Unterwasser-Schneesturm“ bezeichneten Korallenlaiche (Coral Spawning genannt) geben unzählige Korallenkolonien gleichzeitig Millionen von Eiern und Spermien ins Wasser ab. Tusa Reef Tours bietet 2026 für Taucher und Schnorchler nächtliche Ausflüge ans äußere Great Barrier Reef an, bei denen Teilnehmer diesen bedeutenden Fortpflanzungszyklus im marinen Ökosystem hautnah erleben können.

4. Weil das Great Barrier Reef von Cairns aus zum Greifen nah ist
Um das Great Barrier Reef zu entdecken, braucht es keine aufwendige Tauchexpedition und jahrelange Erfahrung. Cairns ist eines der wichtigsten Tore zum Riff: Täglich starten von hier Boote und Liveaboards zu den vorgelagerten Riffen. Das Angebot reicht vom ersten Tauchgang bis zu anspruchsvollen Erlebnissen für erfahrene Taucher. PADI hebt dabei insbesondere die Vielfalt der Tauchplätze rund um Cairns hervor – von ruhigen, flachen Riffen, die sich ideal für Einsteiger eignen, bis hin zu tieferen Kanälen, Hängen und Felsnadeln für erfahrene Taucher.

Und auch über Wasser wartet die Region Tropical North Queensland mit besonderen Erlebnissen auf. Ein Tag am Riff lässt sich wunderbar mit einem Spaziergang entlang der Cairns Esplanade, kulinarischen Entdeckungen und einem Besuch der lokalen Märkte verbinden – oder mit einem Ausflug in die uralten Regenwälder der Wet Tropics.

5. Weil das Riff zu bewussterem Reisen inspiriert
Eine Reise zum Great Barrier Reef kann weit mehr sein als reines Sightseeing. Die Master Reef Guides in Queensland sind speziell ausgebildete Riff-Experten und zugleich Botschafter für den Schutz dieses besonderen Ökosystems. Sie helfen Besuchern zu verstehen, was sie unter Wasser beobachten und erleben – und geben Einblick in Maßnahmen, die zum Erhalt dieses einzigartigen Lebensraums ergriffen werden.

Tropical North Queensland ermutigt Reisende daher, Touren mit Master Reef Guides und umweltbewussten Anbietern zu wählen. So wird der Aufenthalt am Riff zu einer Gelegenheit, Naturschutz, Citizen Science und verantwortungsbewusstes Reisen unmittelbar kennenzulernen – und das Great Barrier Reef besser zu verstehen.

6. Weil jeder Riff-Besucher automatisch Gutes tut
Im Jahr 1975 hat die australische Regierung die Great Barrier Reef Marine Park Authority (GBRMPA) ins Leben gerufen. Die Behörde soll das größte Korallenriff der Erde schützen. Mit Erfolg: Es zählt zu den weltweit „am besten geschützten Riffen“. So werden beispielsweise den Touren-Anbietern nur spezielle Riffabschnitte zugeteilt. Jeder Urlauber, der mit einem zertifizierten Bootsunternehmen das Riff besucht, tut Gutes. Pro Person 8,50 AUD Environmental Management Charge werden an die GBRMPA abgeführt und dann für Bildung, Forschung sowie Schutz der Riffe verwendet.

7. Weil Urlauber als „Forscher“ agieren dürfen
Einen Tagesausflug ans Riff unternehmen und gleichzeitig Forschungsarbeit leisten – in Tropical North Queensland können Touristen das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Mit Unterstützung von Experten gehen die Teilnehmer, ausgestattet mit einer Unterwasser-Schreibtafel, auf Schnorchel- oder Tauch-Safari. Die gesammelten Infos werden danach an die GBRMPA weitergeleitet und sind hilfreich für das Eye on the Reef-Programm, das die Meeresbehörde ins Leben gerufen hat. Nach einer wissenschaftlichen Auswertung geben alle Daten Aufschluss über die Gesundheit des sensiblen Ökosystems. Über die Eye on the Reef-App kann jeder Besucher des Korallenriffs sogar eigene Fotos hochladen und somit einen weiteren Beitrag zu dessen Schutz leisten. Einer der Anbieter ab Cairns ist unter anderem Sunlover Reef Cruises.

8. Weil Taucher bei der Korallenzucht helfen können
Die Reef Restoration Foundation hat im Jahr 2019 am Meeresgrund vor Fitzroy Island besonders resistente Korallen in jenen Bereichen gepflanzt, die durch Zyklone oder Bleiche beschädigt wurden. Unter natürlichen Umständen dauert es bis zu zehn Jahre bis sich Korallenriffe regenerieren. Mithilfe von Australiens erster „Offshore-Korallenzucht“ konnte dieser Prozess nun stark beschleunigt werden.

Dank des Coral Nursery Projects auf Fitzroy Island bekommen Besucher einen guten Einblick in dieses Projekt. Sie schauen hinter die Kulissen und wirken mit bei der Korallenzucht. Wer nicht vor Ort sein kann, hat dennoch die Möglichkeit, die Non-Profit-Organisation dank des „Adopt a coral“-Programms zu unterstützen. Mit einem Einsatz ab 50 AUD kann man eine Koralle adoptieren.

9. Weil man schützen möchte, was man selbst erlebt hat
Der vielleicht wichtigste Grund, das Great Barrier Reef zu besuchen, passt auf keine Bucket List.

Beim Tauchen verschwindet die Grenze zwischen Reisenden und Ökosystem, sie werden für einen kurzen Moment Teil dieser Unterwasserwelt. Taucher betrachten die Korallen nicht nur, sondern erfahren sie als faszinierenden Lebensraum. Meeresschildkröten begegnen ihnen nicht mehr nur auf dem Bildschirm als Teil eines Dokumentarfilms, sondern schwimmen plötzlich Seite and Seite mit ihnen. Und auch die Herausforderungen, denen unsere Meere gegenüberstehen, bleiben nicht abstrakt, sondern werden verständlich und unmittelbar spürbar. 

Genau deshalb ist das Great Barrier Reef weit mehr als ein außergewöhnlicher Tauchplatz. Es ist ein einzigartiger Lebensraum, dessen Schutz sich lohnt. Wer das Riff mit eigenen Augen gesehen hat, versteht, warum es bewahrt werden muss.

10. Weil das Abenteuer weitergeht, wenn die Flossen längst ausgezogen sind
Eine der großen Besonderheiten von Tropical North Queensland zeigt sich erst, wenn man wieder festen Boden unter den Füßen hat. Denn direkt an das Great Barrier Reef grenzt ein weiteres UNESCO-Weltnaturerbe: der uralte Regenwald der Wet Tropics.

Das heißt: Auch an Land geht das Naturerlebnis weiter: Mit der Skyrail Rainforest Cableway schweben Reisende über die Baumkronen des tropischen Regenwaldes, während der Rainforestation Nature Park die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt der Region erlebbar macht. Bei Touren mit Aboriginal Guides erhalten Besucher Einblick in eine mehr als 50.000 Jahre alte Kultur und Geschichten, die eng mit dem Land, auf dem die Aboriginal People leben, verbunden sind. Wer bis Port Douglas fährt, taucht ein in die eindrucksvollen Regenwaldlandschaften der Region.

Die Non-Profit-Organisation Great Barrier Reef Legacy hat es sich mit ihrem Forever Reef-Projekt zur Aufgabe gemacht, lebende Exemplare möglichst aller 415 Steinkorallenarten aus dem Great Barrier Reef zu sammeln und in der weltweit ersten „Living Coral Biobank“ zu erhalten. „Wir wollen die genetische Artenvielfalt von Steinkorallen bewahren und Korallenfragmente, Gewebeproben und genetisches Material in einer Art „lebenden Tresor“ lagern, bevor es zu spät ist“, erklärt Projektleiter Dr. Dean Miller. Jedes Exemplar wird dabei von Wissenschaftlern identifiziert, katalogisiert und mit einem Mikrochip versehen. Die Einrichtung in der Crystalbrook Superyacht Marina von Port Douglas bietet sogar Führungen an.

Weltweit erster AmbassaDiver Summit von PADI in Cairns
Vom 30. November bis 8. Dezember 2026 findet der erste von der Tauchorganisation PADI organisierte AmbassaDiver Summit in Cairns und am Great Barrier Reef statt. Dieses weltweit einzigartige Treffen, das in Zusammenarbeit mit Tourism Tropical North Queensland und Tourism & Events Queensland veranstaltet wird, bringt einige der einflussreichsten Taucher, Geschichtenerzähler, Meeresschützer und prominenten Persönlichkeiten aus der PADI-Community zusammen. Die Teilnehmer erwartet ein abwechslungsreiches Programm, das die erstklassigen Tauchreviere der Region, das Engagement der Region für den Meeresschutz, die Kultur der indigenen Völker sowie die einzigartigen Naturwunder von Queensland in den Mittelpunkt stellt. Über die Social-Media-Kanäle von PADI können Interessierte den Gipfel hautnah mitverfolgen und Einblicke in die Tauchgänge, Abenteuer und Naturschutzprojekte erhalten, an denen die PADI-Botschafter teilnehmen.

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