Neues für Kunst- und Kultur-Interessierte in San Francisco

Das San Francisco Museum of Modern Art (SFMOMA) experimentiert bei Neuinstallation der renommierten Fisher Collection – Monet-Ausstellung im Golden Gate Park – Besonderes Licht- und Klangerlebnis in der „Notre-Dame“ San Franciscos

San Francisco lockt Kunst- und Kultur-Interessierte mit spannenden neuen Ausstellungen und Veranstaltungen.  Hier eine aktuelle Übersicht:

SFMOMA ERÖFFNET NEU KONZIPIERTE AUSSTELLUNG DER FISHER COLLECTION
Das San Francisco Museum of Modern Art (SFMOMA) hat eine vollständig neu konzipierte Ausstellung der renommierten Doris and Donald Fisher Collection eröffnet. Mit nahezu 250 Werken von 35 Künstlerinnen und Künstlern und auf rund 5.575 Quadratmetern Ausstellungsfläche, verteilt über vier Etagen des Museums, markiert Reimagined: The Fisher Collection at 10 die erste umfassende Neugestaltung der Fisher-Sammlung seit ihrer Eröffnung im Zuge der SFMOMA-Museumserweiterung im Jahr 2016.

Die neuen Galerien der Fisher Collection präsentieren einen ambitionierten, vielschichtigen Ansatz des Storytellings, der Besucher durch nachvollziehbare und eindrucksvolle Erzählungen und Erlebnisse mit Kunst und Künstlern in Kontakt bringt.

„Wir erzählen fesselnde Geschichten“
„Die neue Präsentation der Fisher Collection ist in ihrer Art, Geschichten über Künstler und Sammler sowie soziale Dynamiken, die sie inspiriert und geprägt haben, zu erzählen, eine echte Offenbarung“, erklärt SFMOMA-Direktor Christopher Bedford. „Allzu häufig konzentrieren sich Präsentationen moderner und zeitgenössischer Kunst auf konzeptuelle und stilistische Strömungen. Mit Reimagined: The Fisher Collection at 10 haben wir dieses Modell bewusst aufgebrochen, um stattdessen Geschichten zu vermitteln, die fesselnd und zugleich zugänglich sind und die anhaltende Kraft der ausgestellten Werke greifbar machen. Ich bin der Familie Fisher außerordentlich dankbar dafür, dass sie uns die Möglichkeit gibt, zu experimentieren und neue Ansätze im Dienste eines herausragenden Besuchserlebnisses zu entwickeln“, so der SFMOMA-Chef weiter.

Neue Werke werden gezeigt
Die Ausstellung eröffnet neue Möglichkeiten, bekannte Werke großer Künstler wie Andy Warhol, Sol LeWitt, Ellsworth Kelly, Agnes Martin und Joan Mitchell sowie einiger bedeutender deutscher Künstler zu erleben. Dazu zählt Gerhard Richter. Die Werke des Malers, Bildhauers und Fotografen zählen auf dem Kunstmarkt zu den teuersten eines lebenden Künstlers. Zur Sammlung der Fishers gehören auch Werke von Anselm Kiefer. Der deutsche Maler und Bildhauer ist bekannt für seine großformatigen Werke und die Auseinandersetzung mit deutscher Geschichte.

Erstmals zu sehen sind mehrere Werke von Alexander Calder, darunter Star and Crescent (1976), das nur wenige Monate vor dem Tod des Künstlers im Alter von 76 Jahren entstand, Shirin Neshats „Single-Channel Video“ Passage (2001), die seit 2017 nicht mehr gezeigt wurde und sich mit Erfahrungen von Verlust, Erneuerung und Hoffnung auseinandersetzt, sowie zwei Installationen von William Kentridge, die die Mechanismen des Sehens untersuchen. Diese werden in eigens seinem Werk gewidmeten Galerien präsentiert.

Inklusive und barrierefreie Services
Das Museum arbeitet mit Prime Access Consulting (PAC) zusammen, einem weltweit tätigen Designbüro, das sich auf inklusive und barrierefreie Gestaltung spezialisiert hat. Ziel ist es, die neu gestaltete Fisher Collection für ein möglichst breites Publikum zugänglich zu machen. Dazu gehören die Installation taktiler Museumspläne für eine barrierefreie Orientierung, visuelle Beschreibungen aller Kunstwerke, Tastobjekte, die ausgewählte Ausstellungsstücke nachbilden, ein neues Sitzmöbeldesign sowie erweiterte bauliche Maßnahmen zur Unterstützung von Rollstuhlfahrern und Nutzern anderer Hilfsmittel.

Zudem wird SFMOMA einen neuen Bereich namens „Co-Lab“ eröffnen, der interaktive Angebote für Familien und Menschen jeden Alters bereithält, spielerische Zugänge fördert und eine vertiefte Auseinandersetzung mit Themen ermöglicht, die in den Galerien behandelt werden.

Die Fisher Collection & das SFMOMA
Doris und Donald Fisher bauten ihre Sammlung über mehrere Jahrzehnte hinweg auf und entwickelten dabei eine eigene künstlerische Sensibilität durch langjährige Freundschaften mit Künstlern sowie direkte Kontakte zu Museen und Galerien. Ihre Sammlung spiegelt ihre Bewunderung für und Verbindung zu zahlreichen Künstlern wider. Die Fisher Collection umfasst bedeutende Werke der amerikanischen Abstraktion, des amerikanischen Pop sowie der deutschen Kunst nach 1960.

Ihre jahrzehntelange Unterstützung des SFMOMA legte den Grundstein für die enge Partnerschaft mit dem Museum in ihrer Heimatstadt. Seit der ersten öffentlichen Präsentation der Fisher Collection im Jahr 2016 bildet sie einen zentralen Bestandteil des SFMOMA-Erlebnisses.

Das SFMOMA ist eines der größten Museen für moderne und zeitgenössische Kunst in den USA. Das Museum liegt im Stadtteil SoMa (151 Third Street) und hat freitags bis dienstags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, am Donnerstag von 12 bis 20 Uhr. Der Eintritt kostet 30 US-Dollar. Weitere Details zur neu konzipierten Ausstellung unter https://www.sfmoma.org/artists-artworks/fisher-collection/.

MONET IM DE YOUNG MUSEUM BEWUNDERN
Monet and Venice heißt die neue Ausstellung, die bis zum 26. Juli im de Young Museum im Golden Gate Park gezeigt wird. Obwohl Claude Monet Venedig nur einmal besuchte, gehören seine Gemälde der Stadt zu seinen schillerndsten Werken. Diese Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit dem Brooklyn Museum organisiert wurde, ist die erste, die sich seit ihrem Debüt vor über einem Jahrhundert ausschließlich Monets venezianischen Stadtansichten widmet.

Mit mehr als 100 Kunstwerken präsentiert die Ausstellung Monets Venedig-Gemälde zusammen mit ausgewählten Arbeiten aus seinem gesamten Schaffen, darunter auch seine Seerosen sowie venezianische Ansichten von Künstlern wie Renoir, Sargent und Canaletto.

Im Gegensatz zu den belebten Szenen anderer Künstler wirkt Monets Venedig sehr verlassen; die Architektur, Gebäude und Kanäle lösen sich in einem allumfassenden, dunstigen Licht auf. Diese Ausstellung bietet eine seltene Gelegenheit, Monets Sicht auf die berühmte italienische Stadt zu erleben.

Das M. H. de Young Memorial Museum, benannt nach dem Zeitungsverleger M. H. de Young, liegt im Golden Gate Park. Das Kunstmuseum öffnet von Dienstag bis Sonntag jeweils zwischen 9.30 und 17.15 Uhr. Der Eintritt kostet 20 US-Dollar. Mehr Details zur neuen Ausstellung unter https://www.famsf.org/exhibitions/monet-venice.

GRACE CATHEDRAL ALS KULISSE FÜR RIESIGES LICHT- UND KLANGERLEBNIS
Besucher in San Francisco können sich auf ein neues visuelles Erlebnis freuen. Besonderer Veranstaltungsort ist eine Kirche, die Grace Cathedral. Nachdem es in Montreal und Paris bereits über zwei Millionen Besucher begeistert hat, startete das visuelle Event AURA Grace Cathedral nun auch in Kaliforniens Metropole und damit erstmals in den USA. AURA verwandelt San Franciscos beeindruckende gotische Kathedrale in ein unvergessliches Erlebnis mit beeindruckenden Projektionen, Lichtdesign, Musik und Storytelling, die das Gotteshaus auf völlig neue Weise zum Leben erwecken.

Bevor das 45-minütige Licht- und Klangerlebnis beginnt, werden Besucher eingeladen, die Geschichte und architektonischen Details des Ortes mithilfe einer interaktiven App zu entdecken. Anschließend wird das Wahrzeichen von San Francisco mit Musik, Illusionen, Lichteffekten und atemberaubenden Projektionen in Szene gesetzt. Wirbelnde Stürme, tosende Wellen und ein sternenübersäter Himmel entfalten sich an der Decke und an Bögen und schaffen ein multisensorisches Erlebnis der besonderen Art.

AURA wurde vom international bekannten Multimediastudio „Moment Factory“ und der weltweit führenden Plattform für Live-Entertainment „Fever“ entwickelt und vom Publikum dafür gelobt, zu bewegen, zu inspirieren und Ehrfurcht zu erzeugen. Weitere Details unter https://feverup.com/m/402853.

Die „Notre-Dame” von San Francisco
Die Grace Cathedral ist eine der markantesten Kirchen San Franciscos. Sie erinnert äußerlich an Notre-Dame in Paris und wurde in den 1920er Jahren nach Plänen des Architekten Lewis P. Hobart im französischen Gotik-Stil erbaut. Martin Luther King Jr. sowie der südafrikanische Bischof und Nobelpreisträger Desmond Tutu haben in dieser Kirche schon gepredigt.

Die Grace Cathedral im Herzen von San Francisco ist die drittgrößte Kathedrale der Episkopalkirche der USA. Das Gotteshaus ist bekannt für seine Architektur, seine beeindruckenden Buntglasfenster, seine zwei Labyrinthe, seine interreligiöse AIDS-Kapelle (Interfaith AIDS Chapel) seine große Orgel sowie seine Kunst- und Kulturprogramme.

Die Grace Cathedral befindet sich in Nob Hill in 1100 California Street und hat täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet, sonntags erst ab 13 Uhr. Weitere Informationen über die Kathedrale unter https://www.sftravel.com/article/guide-to-san-franciscos-grace-cathedral.

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