Neue Ausstellung am SFO Airport zeigt Jim Marshalls bedeutendste Fotografien

Mit unverkennbaren Aufnahmen der Beatles im Candlestick Park und von sozialen Protesten in der Bay Area vereint die neue Fotoausstellung „Jim Marshall: Two Sides of the Same Coin“ das Werk des legendären amerikanischen Fotografen

Als einer der ikonischsten Fotografen des 20. Jahrhunderts ist Jim Marshall vor allem für seine Aufnahmen von Musikern und der Gegenkulturbewegung bekannt, die sich in den 1960er und 1970er Jahren in der San Francisco Bay Area formierte. Bilder von Künstlern wie Bob Dylan, Jimi Hendrix, Janis Joplin und den Rolling Stones prägten sowohl deren öffentliches Image als auch die visuelle Sprache der Rock-’n’-Roll-Fotografie. Marshall, der gleichermaßen Anthropologe wie Journalist war, tauchte tief in die Communities ein, die er fotografierte. Dieser Ansatz ermöglichte es ihm, authentische Momente – sowohl auf der Bühne als auch im Privaten – einzufangen und zugleich die gesellschaftliche Realität der USA zu dokumentieren: von der Armut in den Appalachen bis hin zu den Straßen von New York City nach der Ermordung von Präsident John F. Kennedy.

Ausstellung am SFO Airport läuft bis Mitte März 2027
Diese beiden Motive – Musik und Sozialdokumentation – laufen in der neuen Ausstellung Jim Marshall: Two Sides of the Same Coin, die jetzt am Flughafen in San Francisco zu sehen ist, zusammen.

Die Ausstellung des SFO Museum befindet sich im Sicherheitsbereich, in der Verbindungspassage zwischen den Terminals 2 und 3 des San Francisco International Airport. Sie ist bis zum 14. März 2027 für Fluggäste zugänglich sowie nach vorheriger Anmeldung per E-Mail an curator@flysfo.com.

Weitere Informationen über die neue Ausstellung unter https://www.sfomuseum.org/exhibitions/jim-marshall-two-sides-same-coin.

Einziger Fotograf bei letztem Live-Konzert der Beatles
Das Konzert der Beatles am 29. August 1966 in San Franciscos Candlestick Park war ihr letzter Live-Auftritt. Als einziger Fotograf mit Zugang zum Backstage-Bereich hielt Marshall sowohl das öffentliche Spektakel des Ereignisses als auch die ruhigeren Momente hinter den Kulissen fest: Bandmitglieder, die gedankenverloren vor sich hin kritzelten, scherzten oder in müder Nachdenklichkeit warteten. Seine Bilder offenbaren das Paradoxon dieser Ikonen – die überschäumende Energie auf der Bühne im Kontrast zur Erschöpfung durch Ruhm und ständige Tourneen.

Objektiv weit über die Konzertbühnen hinaus gerichtet
In den 1960er Jahren richtete Marshall sein Objektiv in der gesamten Bay Area auf das Straßengeschehen und dokumentierte Friedensdemonstrationen, Kundgebungen für Meinungsfreiheit, Sitzstreiks und Studentenunruhen, die eine wachsende nationale Protestbewegung prägten. Seine Fotografien vermitteln die Intensität dieser Demonstrationen und zeugen von den turbulenten Ereignissen jener Zeit ebenso wie von der damit verbundenen Hoffnung.

Unabhängig vom jeweiligen Motiv wahrte Marshall hinter der Kamera eine sorgsame Balance: beharrlich und doch respektvoll, sensibel ohne Sentimentalität, bereit, sowohl ganz nah heranzugehen als auch aus der Ferne zu beobachten.

Straße in San Francisco in „Jim Marshall Way“ umbenannt
Der US-Amerikaner Jim Marshall (1936–2010) wurde in Chicago als Kind assyrisch-katholischer Einwanderer geboren und wuchs in San Francisco auf, wo er seinen dauerhaften Wohnsitz und seine kreative Wirkungsstätte fand. Seine Werke sind in zahlreichen bedeutenden Museumssammlungen vertreten. Im Jahr 2014 wurde ihm posthum der Trustee Award der Recording Academy verliehen. Der Dokumentarfilm Show Me The Picture: The Story of Jim Marshall feierte seine Premiere auf dem South by Southwest Film Festival 2019. Im Dezember 2025 ehrte ihn die Stadt San Francisco, indem sie den Straßenabschnitt der 16th Street, in dem er gelebt hatte, in „Jim Marshall Way“ umbenannte.

SFO Museum: Einziges akkreditiertes Museum in einem Flughafen
Das im Jahr 1980 von der Airport Commission gegründete SFO Museum zeigt die Geschichte der kommerziellen Luftfahrt. Das Museum ist seit 1999 von der American Alliance of Museums akkreditiert – und das einzige akkreditierte Museum in einem Flughafen.

Heute betreibt das SFO Museum mehr als 25 Standorte in allen Flughafenterminals, darunter 14 Galerien, die wechselnde Kunst-, Geschichts-, Wissenschafts- und Kulturausstellungen zeigen. Zum SFO Museum gehören auch die San Francisco Airport Commission Aviation Library und das Louis A. Turpen Aviation Museum, das eine Dauerausstellung mit mehr als 160.000 Objekten zur Geschichte der kommerziellen Luftfahrt beherbergt. Mehr Details unter https://www.sfomuseum.org/.

Weitere Informationen über San Francisco unter https://www.sftravel.com/.

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